Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
Link to english version....
Im Jahre 1985 gründeten interessierte Persönlichkeiten aus Justiz, Forschung und Kommunalpolitik die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. in Wetzlar, die sich die Einrichtung eines Museums und einer Forschungsstelle zur Aufgabe gestellt hat. Die Arbeit wird durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt.
Das Museum konnte bereits im Jahre 1987 eröffnet werden. Es nutzt ein vom Kammergerichtsassessor Franz von Papius erbautes dreistöckiges Kameralenpalais, das sich vorzüglich für die museale Präsentation eignet. Als historisches Spezialmuseum greift es auf einen beträchtlichen Eigenbesitz und auf Dauerleihgaben zurück. Dargestellt werden anhand originaler Bildwerke, Möbel, Plastiken und zeitgenössischen Druckwerken, aber auch mit den Mitteln grafischer Darstellung und textlicher Erläuterung Aufbau, Arbeitsweise, Schwierigkeiten und Behinderungen, doch auch Leistungen und Wirkungen des Reichskammergerichts während der gesamten Zeit seiner Tätigkeit, seine Rolle im Zusammenleben der Reichsorgane und seine Bedeutung für die Entwicklung der Rechtsliteratur und der Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Ein besonderer Raum mit einer wahlweise mehrsprachigen Tonbildschau zur allgemein verständlichen Einführung in das Thema steht zur Verfügung (40 Sitzplätze).
Im selben Hause befindet sich die Forschungsstelle. Eine im Aufbau begriffene Datenbank über die vorhandenen Prozeßakten der mehr als 80.000 Prozesse wird es erstmals ermöglichen, die Arbeitsgrundlagen und die Wirkungsgeschichte des Reichskammergerichts in ihrer Gesamtheit zu erforschen. Methodisch geschieht dies zunächst durch die systematische Auswertung von gezielten Stichproben aus dem Aktenbestand des 17. und 18. Jahrhunderts. Schwerpunktmäßig ist auch das Personal des Gerichts, besonders die Anwaltschaft, Gegenstand der Forschung. Ferner wird ein historisches Bildarchiv zu Recht und Gericht, bevorzugt für die Zeit des Reichskammergerichts, angelegt; es soll der Visualisierung und Dokumentation rechtshistorischer Spezifika dienen. Die Forschungsstelle begreift sich als Koodinierungsstelle aller Reichsgerichtsforscher und -forscherinnen. Ein Semniarraum für Tagungen steht zur Verfügung und wurde seit 1987 vielfach für internationale und interdisziplinäre Kolloquien genutzt.
Rechtsanwalt und Notar Hans Joachim Rückert, der jetzige Oberbürgermeister Wolfram Dette, der frühere IHK-Präsident Friedemann Pitzer, Oberbürgermeister a. D. Walter Froneberg, Landgerichtspräsident a. D. Georg Schmidt-von Rhein, Oberstaatsanwalt a. D. Dr. Georg Schwarz, em. Professor Dr. Dr. Bernhard Diestelkamp (Frankfurt) und Amtsgerichtsdirektor a. D. Dr. Gerhart Schlingloff.
Das Bild wurde freundlicherweise von Hr. Henning zur Verfügung gestellt.
Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien http://www.oesta.gv.at und den Mitarbeitern des Projekts "Die Formierung des Reichshofrats unter Karl V. und Ferdinand I. Nähere Informationen siehe unter http://www.oeaw.ac.at/krgoe und http://www.univie.ac.at/rechtsgeschichte/reichshofrat.
Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. Hofstatt 19 D-35578 Wetzlar Mitgliedsbeitrag: Euro 20,00 pro Jahr Vorsitzender: Georg Schmidt-von Rhein Vorsitzender des Wissen- schaftlichen Beirats: Prof. Dr. Albrecht Cordes Schriftführer: Hr. Jürgen Michael Blümel, Tel. +49-(0)-6441-994163
Reichskammergerichtsmuseum
Hofstatt 19
D-35578 Wetzlar
Tel.: +49-(0)-6441-994160
Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr
und von 14 bis 17 Uhr
Weitere Informationen zum Museum (www.wetzlar.de)
Forschungsstelle zum Reichskammergericht der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main
Prof. Dr. Albrecht Cordes
Leiterin Forschungsstelle Fr. Dr. Anette Baumann: +49-(0)-6441-994162
Sekretariat (nur vormittags): +49-(0)-6441-994161
Fax: +49-(0)-6441-994164
Oder schreiben Sie uns eine Mail: forschungsstelle@reichskammergericht.de
Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung (1985 ff) Zu beziehen über: Die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung (Adresse s. o.). Auch erhältlich im Museum.Anschauen oder Herunterladen der Titelübersicht und des Bestellformulars (PDF, Stand Jan. 2009)
In der Reihe "Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich" herausgegeben von Friedrich Battenberg, Albrecht Cordes, Bernhard Diestelkamp, Ulrich Eisenhardt, Adolfs Laufs, Wolfgang Sellert; Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien sind alle wichtigen und neuesten Forschungen zu Reichskammergericht und Reichshofrat publiziert. Die Reihe existiert seit 1973 und wird laufend ergänzt. Das aktuelle Veröffentlichungsverzeichnis sowie weitere Informationen finden Sie unterhttp://www.boehlau.de
18.03.2009, 20.00 Uhr, Hörsaal des Stadthauses am Dom, Wetzlar, HD Dr. Ludolf Pelizaeus, Universität Mainz, "Von Lima nach Wetzlar. Ein Vergleich der Zuständigskeitskonflikte im spanisch-habsburgischen Kolonialreich".
Anschauen oder Herunterladen näherer Informationen Dito in Rich Text Format
Kontakt über die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V., Ansprechpartner Dr. Anette Baumann.
Aktuelle Forschungsergebnisse zur Reichsgerichtsbarkeit finden sich u. a. in sehepunkte - zeitenblicke
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk "Gender differences in European legal cultures". Das Forschungsnetzwerk unterhält eine Mailingliste
Vorankündigung: Die nächste Tagung mit dem Titel "Die höchsten Reichsgerichte als mediales Ereignis" findet vom 08. bis 09. Oktober 2009 in Wetzlar statt. CALL FOR PAPER - Formular zum Herunterladen.